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UHRENLEXIKON

Die wichtigsten Begriffe aus der Welt der Uhren kurz und bündig erklärt


A  •  B  • 


A

 

a.m.

Anzeige, die häufig auf Digitaluhren zu finden ist. a.m. (ante = vor, meridiem = Mittag) bezeichnet den Zeitraum von Mitternacht bis zwölf Uhr mittags. p.m. (post = nach) steht für die Zeit von Mittag bis Mitternacht.

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Abenduhr

polare Sonnenuhr, die so aufgestellt ist, dass sie nur die Nachmittagsstunden anzeigt. Sie wird als »Vertikaluhr an Gebäuden angebracht, wobei die Vertikalebene von Süden nach Norden zeigt.

  •  

Abgleichschrauben (auch: Regulierschrauben)

Am Unruhreif werden außen Abgleichschrauben angebracht, durch Hinein- bzw. Herausdrehen der Schrauben wird der Außendurchmesser des Unruhreifs geringfügig verändert und somit das Gangergebnis der Uhr beeinflußt. Dieses Verfahren wird heute kaum noch verwendet, so daß Uhren mit Schraubenunruh als Rarität gelten.

  •  

Accutron

Elektronische Stimmgabeluhr, 1960 entwickelt von Max Hetzel (Bulova). Nach ca. 10 Jahren Produktion wurde dieses System durch die Quartz-Uhr abgelöst.

  •  

Achttagewerk

8-Tage-Uhren besitzen ein Uhrwerk von besonderer Konstruktion, die ein manuelles Aufziehen erst nach jeweils einer Woche erforderlich macht. Beim Armbandmodell "Hebdomas", das gegen 1913 auf den Markt kam, überspannte das Federhaus die gesamte Werksfläche. Die Modelle mit Formwerk aus den dreißiger Jahren besaßen ein Federhaus in normaler Größe, dafür war der Rädersatz um zwei Zwischenräder ergänzt. Bei Pendel- und sonstigen Großuhren stellt ein Achttagewerk keine Besonderheit dar.

  •  

Acrylglas

Werkstoff für Uhrengläser, besser bekannt unter der Bezeichnung Plexiglas. Uhren aus den fünfziger und sechziger Jahren wurden fast ausschließlich mit Plexigläsern ausgestattet.

  •  

Additionsstopper

besondere Form eines Chronographen, bei dem der Chronozeiger mittels der Krone ohne Nullstellung erneut gestartet werden kann, d.h. zu der gestoppten Zeit wird die neu zu messende Zeit addiert

  •  

Adjustment

Regulierung, Hierunter versteht man das einregulieren des täglichen Ganges. Dies geschieht bei Kleinuhren mittels eines Spiralschlüssels und eines Rückerzeigers. Die Spirale hat im Spiralschlüssel ca. eine Klingenstärke Spiel. Ein Verlängern der Spirale, Schlüssel in Richtung Befestigungspunkt bewirkt ein Nachgang (-), ein verkürzen der Spirale hingegen bewirkt ein Vorgang (+) des Werkes. Die Verschiebung des Spiralschlüssels wird mit Hilfe des Rückerzeigers vorgenommen.

  •  

Aero-Compax

Aero-Compax=Seltener Sammler- Chronograph von Universal Geneve, mit Minuten und Stundenzähler sowie mit Momento Zifferblatt. (Hilfszifferblatt mit zwei Zeiger unter der 12, zum einstellen eines Termins, ist mit zweiter Krone an der 9 zu verstellen.

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Alpaka

gelegentlich für Gehäuse verwendete, korrosionsbeständige Legierung aus Nickel, Kupfer und Zink

  •  

Altaruhr

Tischuhren deren Gehäusefront mit Säulen und Sprenggiebel, gelegentlich sogar mit einem gemaltem Altarblatt, dem Vorbild barocker Altäre folgt. Altaruhren wurden während des 17. Jh. in Italien und Süddeutschland hergestellt, oft auch als Nachtuhren.

  •  

Amplitude

Schwingungsweite; bezeichnet die größte Abweichung eines schwingenden Körpers aus der Nullstellung heraus; die Amplitude bestimmt die Ganggenauigkeit der Uhr

  •  

Analog-Uhr

Herkömmliche Uhr mit Zifferblatt und Zeigern.

  •  

Anglierung

Die Anglierung wird entweder mechanisch, mit dem so genannten Pantographen (Storchenschnabel), angebracht oder in traditioneller Weise mit der Feile von Hand ausgeführt. Idealerweise sollte der Kantenwinkel exakt 45 Grad betragen.

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Anhängeruhr

Bezeichnung für eine um den Hals oder an einem Gürtel getragene Uhr; besonders beliebt im 15./16. Jahrhundert

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Anker

Der Anker stellt die Verbindung zwischen Räderwerk und Unruh her. Durch wahlweises Eingreifen der Ein- oder Ausgangsseite in das Gang- oder Hemmungsrad führt der Anker einen gleichmäßigen Ablauf des Uhrwerks herbei. Der Anker zählt zu den am meisten strapazierten Teilen im mechanischen Uhrwerk.

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Ankerechappement

Anker, Gangrad und die komplette Unruh sind auf einer eigenen Platte montiert.

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Ankerhemmung

zusammenfassende Bezeichnung für die rückführende Haken- als auch für die ruhende Graham- oder Brocothemmung.

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Antimagnetisch

Antimagnetisch heißt, dass die Uhr nicht durch einen normalen Magneten stehen bleibt. Es werden Legierungen verwendet, die erst bei stärkeren Kraftfeldern ansprechen.

  •  

arabische Ziffern

aus dem arabischen Schriftsatz übernommene Schreibweise der 10 Zahlzeichen; auf Zifferblättern ebenso verwendet wie römische Ziffern

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Arretierung

Vorrichtung zum Anhalten von Vorgängen im Uhrwerk, z.B. Anhalten der Unruh oder des Pendels

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Arrondieren

Französisch; abrunden; Zapfen, deren Stirnseiten auf Lagerflächen reiben, werden zur Verringerung der Reibkräfte abgerundet, so dass eine punktförmige Lagerbelastung bei vertikalem Lagerdruck entsteht.

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Astronomisches Zifferblatt

Uhrenzifferblatt, das zusätzlich die Bewegung der Planeten, Sterne und anderer Himmelskörper, z.B. Sonne und Mond, anzeigt.

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Atomuhr

arbeitet mit bestimmten Atomen (z.B. Natrium, Caesium, Rubinium), die durch ein elektromagnetisches Feld zu Schwingungen angeregt werden

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Attosekunden-Uhr

Die Attosekunden-Uhr „attoclock“, die den Raum von zwei Labors in Anspruch nimmt, basiert auf einem nahezu zirkular polarisierten Infrarot-Laserpuls und einem „COLTRIMS“-Detektor. Die Laserpulse schwingen darin nicht wellenförmig, wie dies bei einem Lichtstrahl normalerweise der Fall ist, sondern bewegen sich kreisförmig im Raum. Das elektrische Feld des Infrarotlichts zirkuliert während 2.4 Femtosekunden (fs) einmal räumlich um 360°C. Dadurch entsteht eine Art Zifferblatt, das anstelle eines Sekunden-, einen Attosekunden-Zeiger trägt. Der Infrarotpuls ist nur etwa 5 fs kurz, womit die laserinduzierte Tunnelionisation im Wesentlichen innerhalb eines Zeigerumlaufs stattfindet. Der Beweis für die Funktion der Uhr mit einem Heliumatom wurde im Juli 2008 erstmals publiziert. Mit der „attoclock“ wurden die bislang präzisesten Zeitmessungen in der Atomphysik starker Felder gemacht.

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Aufzugwelle

Eine Stahlwelle mit verschiedenen Ansätzen und einem Vierkant, auf welchem sich die Krone zum Aufziehen und zur Einstellung der Zeiger befindet. Die Welle ist mittels eines Ansatzes und eines Zapfens in den Platinen gelagert.

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Autokompensierende Spirale

Aus Federstahl gefertigte Unruhspiralen haben die Eigenschaft, ihre Elastizität bei Temperaturschwankungen zu verändern. Infolgedessen ändert sich auch der Gang der Uhr. Um dieser physikalisch bedingten Gegebenheit entgegenzuwirken, wurden bis in die vierziger Jahre unseres Jahrhunderts Präzisionsuhren mit einer Bimetall-Unruh ausgestattet. Auf der Basis tief greifender metallurgischer Forschungen konnte in den dreißiger Jahren eine neuartige Unruhspirale vorgestellt werden. Sie bestand aus einer Legierung aus verschiedenen Metallen und war imstande, Temperaturschwankungen selbst auszugleichen. 1933 gelangten diese autokompensierenden Spiralfedern unter dem Namen "Nivarox" auf den Markt. Wegen ihrer vorzüglichen Eigenschaften erlangten sie rasche Verbreitung. Die aufwendigen bimetallischen Unruhen wurden dadurch überflüssig. Nivarox-Spiralen finden in Verbindung mit Glucydur-Unruhn heute in allen hochwertigen Armbanduhren Verwendung.

  •  

Automatikuhr

Als automatische Uhr bezeichnet man eine Armbanduhr, deren Zugfeder durch die Armbewegungen des Uhrenträgers aufgezogen wird. Dies geschieht durch einen Rotor, der sich bei Armbewegungen – den Gesetzen der Schwerkraft folgend – dreht.

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Autoquarz

Ein Autoquarz-Uhrwerk ist ein Quarzwerk, das seine Energie von einem mechanischen Aufzugsrotor statt einer Batterie bezieht.

 

B

 

Babylonische Stunden

griechische Stunden. Einteilung des Tages in 24 gleichlange Stunden, Beginn der Stundenzählung mit 0 Uhr bei Sonnenaufgang. Die Nachtstunden von 18 bis 0 Uhr entfallen auf den Zifferblättern

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Baguette

Längsform von Werk und Gehäuse mit einem Seitenverhältnis von mindestens 1:3; in den 20er Jahren bei Damenuhren beliebt, heute wieder im Trend. Oder ein rechteckiger Edelsteinschliff mit gerade Seitenkanten.

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Bajonettverschluss

Verbindung von zwei Elementen durch einen verschiebbaren Stift oder Knopf

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Barometeruhr

mit integriertem Quecksilberbarometer; nutzt den sich ändernden Luftdruck zum Aufziehen der Zugfeder und kommt deshalb ohne weitere Energie aus

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Beobachtungsuhr

Präzisionsuhr mit übergroßem Gehäuse und Zifferblatt für Navigationszwecke oder wissenschaftlichen Gebrauch.

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Beobachtungsuhr

bei der Seefahrt verwendete Präzisionsuhr. Tragbare Uhr in Taschenuhrform, vorwiegend für navigatorische Zwecke bestimmt. B-Uhren müssen einen amtlichen Gangschein besitzen. alle B-Uhren besitzen eine Unruh-Stoppvorrichtung wodurch bei gezogener Krone die Unruh angehalten wird. Dadurch können die Uhren sekundengenau eingestellt werden. Diese Uhren wurden über dem Anzug getragen und hatten einen einheitlichen Gehäusedurchmesser von 55mm.

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Béthune-Hemmung

Die Béthune-Hemmung ist eine von Chevalier de Béthune 1727 entwickelte rückfallende Hemmung für Pendeluhren, die eine Variante der Spindelhemmung ist. Sie besitzt senkrecht zum trieb des Hemmungrades stehende Zähne und eine geteilte Spindel, deren Lappen an zwei verschiedenen Wellen befestigt ist, die durch zwei Hebel miteinander in Verbindung stehen.

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Bicolor

Zweifarbig

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Bivouac

Armbanduhr mit eingebautem Höhenmesser.

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Bläuen

Stahlzeiger oder Schrauben werden aus Gründen der Dekoration und als Oxydationsschutz blau angelassen, indem man das zu bearbeitende Teil auf ein Anlassblech legt und erhitzt. Sobald die gewünschte Farbgebung erreicht ist, taucht man das Teil in Öl.

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Blaue Schrauben

Stahlzeiger oder Schrauben werden aus Gründen der Dekoration und als Oxydationsschutz blau angelassen, indem man das zu bearbeitende Teil auf ein Anlassblech legt und erhitzt. Sobald die gewünschte Farbgebung erreicht ist, taucht man das Teil in Öl.

  •  

bombiert

gewölbt, z.B. Glas.

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Breguet

Abraham-Louis Breguet (1747 – 1823) gilt als einer der bedeutendsten Uhrmachermeister in der Uhrengeschichte. Viele seiner Erfindungen gelten als bahnbrechend für die Uhrmacherei, so z.B. das Tourbillon und die Breguet Spirale.

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Breguet-Spirale

Eine Unruhspirale, bei der der letzte Spiralumgang doppelt knieförmig nach oben gebogen wird und dann über den übrigen Spiralwindungen in Richtung Unruhwelle verläuft. Die Spirale kann sich nun nach allen Seiten gleichmäßig ausdehnen, die Ganggenauigkeit der Uhr erhöht sich.

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Breguet-Zeiger

Eine typische Zeigerform, die Breguet für seine Uhren verwendete: Vor der Zeigerspitze ist jeweils ein schlichter Ring eingelassen.

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Brücke

Teil des Uhrwerkkörpers und Weiterentwicklung des Kloben Lagerteil mit zwei Auflageflächen. Sie wird anstelle voller Platinen benutzt und ermöglicht eine bessere Kontrolle und Korrektur der Eingriffe sowie einen Einblick in das Werk.

 

C

 

Cabochon

gewölbt geschliffener Edelstein.

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Caliber

Als Caliber (Kaliber) bezeichnet man in der Uhrmacherei ein bestimmtes Uhrwerk.

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Capucine

kleinere Pendule, die auch als Reiseuhr diente, fast stets mit Schlag- und Weckwerk, immer mit Messinggehäuse, Glocke und Tragegriff. Capucinen wurden in Frankreich ab der Mitte des 18. Bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts hergestellt.

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Carillon

Glockenspielwerk. Vereinzelt sind Carillons schon mit gotischen Uhren verbunden. Im späten 17. Und 18. Jahrhundert besitzen zahlreiche Großuhren, gelegentlich sogar Taschenuhren, Glockenspiele mit oftmals mehreren Melodien.

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Champlevé-Technik

Technik zur Anfertigung von Uhrenzifferblättern (vorwiegend im 17. und 18. Jahrhundert). Aus einer polierten Gold- oder Silberplatte werden mit einem feinen Stichel Felder ausgeschabt, bis sie matt wirken.

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Chaton

Bei sehr wertvollen Uhren werden die Lagersteine aus Rubin in Futter (Chatons) aus Bronze oder Gold eingesetzt. Dann werden diese mit zwei oder drei Schrauben in den Platinen des Uhrwerks befestigt.

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Chrom

sehr hartes, sprödes und hitzebeständiges Weißmetall; wird oft zum Überziehen von Metallgegenständen verwendet, z.B. bei Armbanduhren; siehe auch Verchromen

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Chronograph

Bezeichnung für eine Stoppuhr (griechisch: chronos = Zeit und grapho = ich schreibe) mit Auslösemechanismus in Kombination mit einer normalen Uhr.

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Chronograph-Rattrapante

Chronographen mit zwei Drückern und zwei zentralen Sekundenzeigern, dem Chronographenzeiger und Schleppzeiger (Rattrapante). Es können Zwischenzeiten registriert oder zwei Vorgänge mit zeitgleichem Beginn aber unterschiedlicher Dauer gestoppt werden. Durch abermaligen Knopfdruck wird erreicht, dass der Rattrapante den Chronographenzeiger wieder einholt.

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Chronometer

Chronometer dürfen sich nur jene Uhren nennen, die aufgrund ihrer Präzision und hervorragender Zeitmeßergebnisse amtlichen Prüfungen standgehalten haben. Diese Prüfungen dauern 15 bis 22 Tage, die Uhren werden dabei in verschiedenen Temperaturen und Lagen getestet. Wenn bei diesem Test bestimmte Gangabweichungen nicht überschritten werden, stellt das prüfende Institut einen Gangschein aus. So muß z.B. der mittlere tägliche Gang eines Chronometers in fünf Lagen im Bereich von –4 Sekunden/Tag bis +6 Sekunden/Tag liegen.

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Chronometerhemmung

Eine freie Unruhhemmung, die vorwiegend für Seechronometer Verwendung fand, aber auch in Taschenuhren eingebaut wurde. Diese Hemmung könnte man auch als Riegelhemmung bezeichnen, bei der das Gangrad durch einen Ruhestein verriegelt wird. Der Antrieb erfolgt über einen in einer Welle befestigten Hebel in nur einer Richtung, so daß beim Zurückspringen der Unruh das Gangrad einen Moment stillsteht.

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Chronometrie

Der Oberbegriff aller die Zeitmessung betreffenden Fachgebiete wie Uhrentechnik und Zeitbestimmung

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COSC

Die Contrôle Officiel Suisse des Chronomètres (C.O.S.C.) ist ein herstellerunabhängiges Schweizer Prüfinstitut.

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Crizotuhren

zu Beginn des 19. Jh. sehr billige Taschenuhren, deren Gehäuse aus Crizot waren. Es handelt sich hierbei um eine Legierung mit goldähnlicher Farbe, die jedoch schnell schwarz wurde.

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Curvex

um 1930 begehrte Rechteckform, überwiegend für Damenuhren verwendet; sehr schlanke leicht gebogene Form, die dem Handgelenk angepasst ist

 

D

 

Datums-Anzeige

Anzeige von Datum, Wochentag, Monat und Jahr auf dem Zifferblatt einer Uhr.Bei mechanischen Uhren schalten Mitnehmerräder Scheiben weiter, die dann jeweils einen Wochentag oder eine Datumszahl in einem Ausschnitt des Zifferblatts zeigen.

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Datumsgrenze

der 180ste Längengrad; die Zeit östlich dieser Grenze ist 1 Stunde zurück, die Zeit westlich 1 Stunde vor

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Deckstein

Ein Uhrstein, der zur Eingrenzung des Höhenspiels der Unruhwelle, der Unruh, des Hemmungsrades oder der Ankerwelle verwendet wird. Der Deckstein wird heute aus synthetischem Rubin hergestellt.

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Dichtungsring

Eine wasserdichte Uhr wird mit mindestens einem Dichtungsring am Gehäusedeckel, dem Glas und der Krone versehen. Früher wurden Dichtungsringe aus Kork, Blei und Gummi verwendet, heute sind diese Materialien durch verschiedenste Kunststoffe ersetzt worden.

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Digitalanzeige

Zeitangabe ohne Zeiger durch herabfallende oder aufscheinende Ziffern.

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Digitaluhr

Bereits im 19. Jahrhundert wurden Uhren hergestellt, die anstelle der klassischen Zeiger fallende Zahlenplättchen als Zeitanzeige benützten. Bei modernen Digitaluhren wird die Zeit durch Leuchtdioden oder Flüssigkristall angezeigt.

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Doppelseitige Uhr

Uhr mit je einem Zifferblatt auf der Vorder- und Rückseite. Doppelseitige Taschenuhren sind wesentlich häufiger zu finden als entsprechende Armbanduhren. Moderne doppelseitige Armbanduhren gibt es z. B. bei Jaeger Le-Coultre "Reverso duo-face", Franck Muller (Chronograph), Daniel Roth (Tourbillon) oder Universal (Janus).

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Doppeltes Uhrwerk

Uhr mit zwei völlig getrennten Uhrwerken (Handaufzug, Automatik, Quarz), um z. B. zwei unterschiedliche Zonenzeiten anzuzeigen. Armbanduhren mit doppeltem Werk gibt es vergleichsweise häufig. Ihr Problem besteht - insbesondere bei mechanischen Modellen - in der gelegentlichen Zeitabweichung, wenn die Werke Gangdifferenzen aufweisen.

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Dosenuhr

tragbare Uhren in Dosen- oder Trommelform, die seit etwa 1500 bis ins 17. Jahrhundert angefertigt wurden. Ihr Gehäuse, fast immer aus Messing, trägt auf der Oberseite das Zifferblatt mit nur einem Zeiger. Kleinere Dosenuhren wurden wahrscheinlich auch von Peter Henlein in Nürnberg hergestellt.

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Doublé

Ein Schmuckmetall, bei dem auf ein unedles Metall eine Goldschicht aufgebracht wurde. Zur Beschichtung gebraucht man eine Gold-Legierung mit einem Feingehalt von 333/000 oder 585/000, niemals jedoch Feingold.

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Drehgestell

Feiner Käfig aus Stahl oder - bei modernen Armbanduhren - auch aus Titan, der bei einer Uhr mit ---> Tourbillon zur Aufnahme des Schwing- und Hemmungssystems (Unruh, Unruhwelle, Unruhspirale, Anker, Ankerrad) dient. Das Drehgestell rotiert in der Regel einmal pro Minute um seine Achse. Das Drehgestell sollte fest, filigran und möglichst leicht sein. Seine Herstellung gehört zu den aufwendigsten uhrmacherischen Arbeiten. Nur wenige Meister sind imstande, diese optimal auszuführen.

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Drehpendel

In der Uhrmacherei gab es bereits seit dem 16. Jahrhundert Versuche, eine Drehpendelbewegung für die Regulierung des Gangflusses einer Uhr einzusetzen. Dazu wurde als Pendel ein Faden oder Stab mit einem kleinen Schwunggewicht (ein Metallkügelchen) ober- oder unterhalb der Uhr aufgehängt und so mit dem Uhrwerk verbunden, daß das Pendel Kreisbewegungen ausführte. Bei großer Geschwindigkeit vergrößerte sich der Bremsradius und umgekehrt.

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Dreiviertelplatine

Eine große Räderbrücke, die das Werk zu drei Vierteln bedeckt.

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Drücker

Zur Bedienung von Uhren mit Zusatzfunktionen reicht die Krone allein nicht aus. Deshalb versieht man diese Uhren mit kleinen Druckschaltern, die seitlich aus dem Gehäuse ragen.

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Duplexhemmung

ruhende Hemmung, deren Hemmungsrad zwei Reihen (Duplex) von Zähnen besitzt, die senkrecht zueinander am Radreifen angebracht sind.

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Dynamometer

Apparat zum Messen der Zugfederkraft im Federhaus. Er ermöglicht die Feststellung der Kraft der Feder bei ihrer Anspannung und schreibt auf Papier das Diagramm gemäß den Umgängen bei Aufzug und Ablauf.

 

E

 

Ebauche

Der aus dem Französischen stammende Ausdruck für das Rohwerk: ein Uhrwerk ohne Zifferblatt, Zeiger und Gehäuse. Viele Uhrenmarken beziehen Rohwerke in größeren Mengen und lassen sie dann durch ihre Uhrmacher modifizieren.

  •  

Echappement

Der französische Ausdruck für Hemmung. Ein Hemmungssystem besteht aus drei Teilen: Gangrad, Anker und Balance. Ein Echappement kann für verschiedene Uhren mit passendem Räderwerk verwendet werden.

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Edelstahl

Ein nichtrostender Stahl, der heute in der Uhrenindustrie nicht mehr wegzudenken ist. Edelstahl kann eine Legierung von Nickel und Chrom oder auch Molybdän und Wolfram mit Stahl sein. Edelstahl wird etwa seit Beginn der dreißiger Jahre in der Uhrmacherei verwendet.

  •  

Eingriff

Die Uhrmacherei bezeichnet mit diesem Begriff das Eingreifen eines Zahnrads oder eines sonstigen Getriebeelementes in ein anderes.

  •  

Einpressaparat

Gerät zum befestigen von Lagersteinen in der Werkplatine oder Brücke.

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Einstellring

Ein drehbarer Ring am Außenrand eines Uhrgehäuses, welcher der Ermittlung zusätzlicher Meßwerte dient. Dies kann beispielsweise die Funktion einer Weltzeit oder auch das Messen von Tauchzeiten sein.

  •  

Einzeigeruhr

Uhren mit nur einem Zeiger, womit in der Regel der Stundenzeiger gemeint ist. Die Stunde wird in halbe Stunden und bestenfalls Viertelstunden unterteilt.

  •  

Eisen

Vom 13. bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts wurde ausschließlich Eisen zur Herstellung von Uhrwerken und Uhrengehäusen verwendet. Eisen war damals ein wertvolles Metall, heute gelten Eisenuhren als beliebte Sammlerstücke.

  •  

Eisenbahneruhr

Robuste, in der Konstruktion einfache, aber zuverlässige Taschenuhren, die bis in die zwanziger Jahre des 20. Jahrhunderts gebaut wurden. Sie wurden oftmals von Eisenbahnern verwendet und tragen deshalb auf dem hinteren Deckel eine eingravierte Eisenbahn.

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elektromechanische Uhr

arbeitet mit einem konventionellen Unruh-Spiralfeder-Schwingsystem, das aber elektrisch angetrieben wird

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Elementaruhren

Oberbegriff für alle Uhren, die mit natürlichen Elementen arbeiten (z.B. Sonnenuhr, Sanduhr, Wasseruhr etc.)

  •  

Elinvar

Speziallegierung, die sich wegen ihres besonders kleinen Ausdehnungskoeffizienten zur Herstellung von Unruhspiralen eignet.

  •  

Email

Bei der Technik des Emaillierens wird beispielsweise ein Metall mit einem glasartigen, gut haftenden Überzug (Silikaten, Borsilikaten) zum Schutz der Oberfläche oder deren Verzierung überzogen. Dabei wird die Emailmasse auf die gereinigte Metalloberfläche in breiiger Konsistenz aufgetragen und dann im Brennofen bei 800 bis 900 Grad Celsius zum Fließen gebracht. Die erste Schicht wird als Grundfritte bezeichnet, darauf wird dann durch Aufpudern das künstlerisch verarbeitete Deckemail aufgetragen. Uhren mit Emailzifferblatt gelten heute als besonders wertvoll.

  •  

Endkurve

Ein besonderes Aufbiegen der Unruhfeder (Breguet-Spirale), um den Schwerpunkt der Feder zentrisch zu halten und damit ein besseres Gangergebnis zu erreichen. In der modernen Uhrenindustrie findet die Breguet-Spirale nur noch aus ästhetischen Gründen Verwendung.

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Entspiegelung

Trifft Licht auf eine Glasfläche, so findet dort eine Aufspaltung in zwei Teile statt: der eine Teil wird als Reflex zurückgeworfen, der andere geht durch das Glas hindurch. Die Reflexionen sind für die Ablesbarkeit der Uhr äußerst störend, sie reduzieren sowohl die Lichtdurchlässigkeit des Glases als auch die Klarheit des Bildes. Lichtschleier und Reflexbilder können bei unentspiegelten Gläsern unter Umständen dominanter wirken als das eigentliche Zifferblattbild.

Die Entspiegelung von Gläsern beruht im Prinzip auf einer sehr dünnen Beschichtung mit einem geeigneten durchsichtigen Fremdmaterial. Diese Schicht wird üblicherweise auf die zu entspiegelnden Gläser im Vakuum aufgedampft. Dadurch findet die gerade erwähnte Aufspaltung des Lichtes nicht nur an der Glasoberfläche, sondern zusätzlich an der Oberfläche der dünnen Entspiegelungsschicht statt. Der dort reflektierte Anteil überlagert sich mit dem vom Glas reflektierten Licht. Die Schichtdicke ist nun so bemessen, dass sich die beiden an den verschiedenen Oberflächen reflektierten Lichtanteile durch "destruktive Interferenz" gegenseitig auslöschen. Destruktive Interferenz bedeutet vereinfacht gesagt, dass zwei Wellen, die so zueinander verschoben sind, dass immer der Wellenberg der einen Welle auf ein Wellental der anderen Welle trifft, sich gegenseitig auslöschen. Eine solche Verschiebung entsteht, weil das an der Glasoberfläche reflektierte Licht, bevor es zur Überlagerung kommt, einen etwas weiteren Weg zurücklegen muss als das an der Schichtoberfläche reflektierte. Voraussetzung für die Auslöschung ist außerdem, dass beide Wellen die gleiche Amplitude besitzen. Um einen Entspiegelungseffekt bei verschiedenen Wellenlängen (Farben) des Tageslichtes zu realisieren, bedarf es einer Mehrfachbeschichtung mit verschieden Schichtarten und -dicken.

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Epilam

Dünne Schicht aus einem perfluorierten Kunststoff (zum Beispiel Teflon), die auf einige Teile der Hemmung aufgetragen wird, um das Uhrenöl am Zerfließen zu hindern. Ein Epilam wirkt ölabweisend.

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Ergänzungsbogen

Damit bezeichnet man einen Bogen, den ein Uhrenpendel oder eine Unruh noch zurücklegt, nachdem die Hemmung sie freigegeben hat.

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Etablisseur

Unternehmen, das sich ausschließlich mit dem Zusammenbau (Remontage) von Uhren befaßt, deren Rohwerke bei speziellen Lieferanten eingekauft werden.

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Ewiger Kalender

Komplizierte Zusatzeinrichtung vor allem bei mechanischen Uhren zur Anzeige von Datum, Wochentag, Monat, Jahr und Mondphase und mit der Berücksichtigung von Schaltjahren. Uhren mit ewigem Kalender sind wegen ihrer geringen Produktionsstückzahlen und der umfangreichen Konstruktion- und Herstellungsaufwendungen nur im oberen Preissegment zu finden.

 

F

 

Fabrikationsnummer

Zur Identifikation ihrer Produkte greifen viele Uhrenhersteller auch auf Fabrikationsnummern zurück. Dabei nummerieren sie Werk oder Gehäuse oder gar beides. Bei den Werks- und Gehäusenummern findet man bei den Herstellern eine sehr unterschiedliche Vorgehensweise. Manche Fabrikanten haben ihre Uhren chronologisch fortlaufend nummeriert, d. h. eine niedrige Nummer lässt auf einen frühen Herstellungszeitpunkt schließen (z. B. Audemars Piguet). Andere Hersteller benützen Nummernsysteme, d. h. für die verschiedenen Kaliber wurden jeweils andere Klassen von Nummern verwendet. Kenner können dabei bereits von der Werksnummer auf das Kaliber schließen (z. B. Patek Philippe). Bei manchen Fabrikanten stimmen Werks- und Gehäusenummer überein, andere nummerieren Werke und Gehäuse unterschiedlich. Die Nummern werden an höchst unterschiedlichen Stellen angebracht. Sofern die Firmen ein konsequent geführtes Archiv besitzen, lässt sich anhand der Nummer(n) exakt die Identität und Genese einer Uhr nachweisen. Manche Fabrikanten liefern - z. T. gegen Gebühr - einen ---> Stammbuchauszug.

  •  

Fallhöhe

Höhe, die das Gewicht zum Ablaufen im bzw. vom Uhrengehäuse bis an den Boden / Gehäuseboden hat. Bestimmt die Laufdauer einer Uhr.

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Fassung

Bei Uhren sehr hoher Qualität wurden früher Lagersteine nicht in die Brücken und Platinen eingepresst, sondern wie ein Edelstein bei einem Schmuckstück eingefasst.

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Feder

Das wichtigste Bauelement der tragbaren Uhren; diese wurden erst durch die Verwendung einer spiralförmig gekrümmten Feder für die Uhrwerke um die Wende des 15. zum 16. Jahrhunderts mobil.

  •  

Federhaus

Die Zugfeder einer Uhr ist in einem Federhaus untergebracht. Das Federhaus besteht aus einer Trommel mit Verzahnung und einem abschließenden Deckel. In der Mitte haben Federhaus und Deckel eine große Bohrung zur Aufnahme des Federkerns. Dieser dient unter anderem zur Aufnahme des inneren Federendes.

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Federkraft-Hemmung

Eine Pendelhemmung mit konstantem Antrieb. Sie wurde früher bei Präzisions-Pendeluhren verwendet. Diese hohe Kunst der Uhrmacherei wird heute noch bei Sattler Großuhren ausgeübt.

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Federsteg

Federstege finden für Uhren Verwendung, deren Armbänder nicht fest mit dem Gehäuse verbunden sind. Ein Federsteg ist ein Röhrchen aus Edelstahl, dessen Enden mit beweglichen Endstücken verschlossen sind. Diese werden durch eine kräftige Spiralfeder auseinandergedrückt. Federstege unterliegen einer hohen Beanspruchung und sollten regelmäßig ausgetauscht werden.

  •  

Feinregulierung

1. Arbeitsverfahren des Uhrmachers, das die besonders genaue Regulierung der Uhr zum Ziel hat. 2. Vorrichtung einer Uhr zur besonders genauen Regulierung. So geschieht bei Armbanduhren die Feinregulierung beispielsweise mit Hilfe von Abgleichschrauben, einer Schwanenhalsregulierung oder einen Rücker, der mit einem indirekten Hebel verstellt werden kann.

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Feuervergoldung

die vor der Einführung der galvanischen, elektrolytischen Vergoldung im frühen 19. Jahrhundert übliche Vergoldungstechnik.

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Fliegeruhr

im zweiten Weltkrieg entwickelte Uhr in (damaliger) Übergroße (etwa Taschenuhrformat), mit Präzisionswerk, meistens mit Leuchtziffern und -zeigern sowie Sekundenzeiger mit Stoppfunktion; zusätzlich langes, robustes Armband, das über der Montur getragen werden kann; außerdem mit Weicheisen-Innengehäuse versehen, das das Werk vor Magnetismus schützt

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Flüssigkristall-Anzeige

Eine Möglichkeit der Digitalanzeige mit sehr geringem Energieverbrauch. Die flüssigen Kristalle werden durch elektrische Einflüsse so ausgerichtet, dass die Zeitanzeige nach außen reflektiert wird.

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Flyback-Funktion

Eine Funktion, die gelegentlich bei *Chronographen zu finden ist. Mit einem Knopfdruck kann der laufende Sekundenzeiger auf Null gestellt werden, um von dort verzögerungsfrei seinen Lauf fortzusetzen. Die Funktion war einst besonders bei Piloten beliebt, weil sie ermöglichte, eine Reihe von genau getimten Abläufen hintereinander zu stoppen. Auf französisch heisst die Funktion 'Retour en Vol'.

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Formwerk

Uhrwerk, das nicht rund ist. Speziell für Armbanduhren gab es die unterschiedlichsten Formen von Uhrwerken (tonneauförmig, baguetteförmig, rechteckig). Heute werden Formwerke kaum noch hergestellt.

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Formwerke

Alle Uhrwerke, die nicht rund sind, werden in der Uhrmacherei als Formwerke bezeichnet. Früher wurden Formwerke besonders oft für Damenuhren verwendet.

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Frequenz

Diese Begriff (Abkürzung Hz - Hertz) bezeichnet die Zahl der Schwingungen pro Stunde. Moderne mechanische (Armband-) Uhrwerke weisen eine Frequenz von 28.800 Halbschwingungen pro Stunde oder 4 Hz auf.

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Funkuhr

Funkuhren sind normale Quarz- oder Quarz-Solar Uhren, die per eingebautem Mittelwellen- Empfänger ein gesendetes Zeitsignal verarbeiten.

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Funkuhr

Bei der Funkuhr handelt es sich um eine Quarzuhr, die über Funk gesteuert wird. Diese Uhren sind mit einem Decoder ausgestattet, der die Verbindung zwischen Quarzwerk und Empfänger herstellt. In Mainflingen bei Frankfurt/Main steht der Langwellensender DCF 77, der die in der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig errechnete 'Gesetzliche Zeit' versendet. Die Reichweite des Senders kann bis zu 2000 km betragen.

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Futter

Fachausdruck für die Lagerung von aus Eisen oder Stahl hergestellten Wellen, Achsen und Trieben, sofern diese aus einem anderen Material gefertigt und in der Platine eingebuchst sind. Oft wird der Begriff Futter mit dem französischen Ausdruck Bouchon beschrieben.

 

G

 

Gang

Keine Uhr läuft völlig genau. Hier spielen verschiedene Faktoren wie Qualität, Standort und Tragebedingungen eine Rolle, die zu Differenzen von Sekundenbruchteilen oder auch bis zu mehreren Minuten pro Tag führen können. Als Gang bezeichnet man nun den Unterschied zwischen 2 Ständen, wobei mit 'Ständen' die abgelesene Zeitanzeige einer Uhr an zwei verschiedenen Tagen gemeint ist. 'Der Gang einer Uhr beträgt 7 Sekunden pro Tag' bedeutet also, dass diese Tag für Tag um 7 Sekunden differiert. Der Uhrmacher kann den Gang einer Uhr durch Regulierung verbessern.

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Gangabweichung

Gangabweichungen hängen zu einem großen Teil von Faktoren ab, auf die der Uhrmacher keinen Einfluß hat, wie zum Beispiel schwankende Temperaturen, Erschütterungen, unregelmäßiges Aufziehen oder Verschmutzung. Von Gangabweichung spricht man also, wenn eine Uhr beispielsweise an einem Tag 15 Sekunden vorgeht und am nächsten Tag dann 20 Sekunden.

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Gangdauer = Gangreserve

Die maximale Laufzeit eines mechanischen Uhrwerks nach Vollaufzug.

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Gangmodell

Zur Veranschaulichung in der Uhrmacherausbildung verwendetes, übergroßes Hemmungsmodell, an dem die sonst nur sehr klein sichtbaren Details einer Hemmung anschaulich gemacht werden.

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Gangregler

übergeordneter Begriff für den Teil des Uhrwerks, der für die Ganggenauigkeit der Uhr verantwortlich ist; bei der Pendeluhr ist es beispielsweise das Pendel; er richtet sich nach dem Zeitnormal (siehe auch Zeitnormal)

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Gangreserve

die Zeit, die die mechanische Uhr nach Entspannung der Zugfeder noch weiterläuft

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Gangschein

Offizielle Prüfinstitute wie zum Beispiel das Schweizer COSC ('Controle Officiel Suisse des Chronomètres') überprüfen einheitliche Forderungen an die Ganggenauigkeit einer Uhr. Uhren, die diese Prüfungen bestanden haben, erhalten einen Gangschein ('Bulletin de Marche'). Gebläute Zeiger Zeiger 'Bläuen' oder 'Blau anlassen' ist heute ein wichtiger ästhetischer Aspekt in der Uhrmacherei. Dabei werden Stahlzeiger erhitzt, bis sich deren Oberfläche bei einer Temperatur von 290° bis 310° Celsius dunkelblau verfärbt. Eine sehr diffizile und aufwändige Aufgabe.

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Gehärtetes Mineralglas

Die Oberfläche wird durch chemische Behandlung oder durch Erhitzen vergütet. Etwa doppelt so kratzfest wie normales Mineralglas.

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Genfer Siegel

Qualitätssiegel mit dem Genfer Stadtwappen. Es dürfen nur Uhren mit diesem Siegel versehen werden, an denen Qualitätsarbeiten durchgeführt wurden, die einen regelmäßigen und dauerhaften Gang gewährleisten. Eine offizielle Prüfkomission überprüft elf Qualitätsanforderungen, welche die Uhren erfüllen müssen.

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Genfer Streifen

Häufig verwendete rippenförmige Dekoration auf den Brücken und Kloben feiner Uhren, der vor der galvanischen Veredelung aufgebracht wird.

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Gesperr

Das Gesperr besteht aus Sperrklinke, auch Sperrkegel genannt, Sperrfeder und Sperrad. Das Gesperr verhindert das unkontrollierte Entspannen der Zugfeder. Es wird auf der Federhausbrücke angebracht und ist der Grund für das schnarrende Geräusch beim Aufziehen der Uhr.

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Glasboden

Viele mechanische Uhren werden heute mit Sichtboden ausgestattet, damit der Besitzer das meist sehr schön dekorierte Uhrwerk und seine Funktion beobachten kann.

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Gläser

Für Armbanduhren gibt es vier verschiedene Sorten von Gläsern: Die Kristallgläser kommen hauptsächlich bei früheren Armbanduhren vor. Sie sind zwar kratzfest, dafür jedoch sehr bruchempfindlich. Zu Beginn der vierziger Jahre wurden die Kristallgläser mehr und mehr durch Kunststoffgläser (Plexiglas) abgelöst. Diese wiederum sind zwar unzerbrechlich, verkratzen dagegen relativ leicht. Mineralgläser besitzen eine Härte von fünf Mohs und daher wesentlich kratzfester als Kunststoffgläser. In hochwertigen Uhren unserer Tage wird zumeist Saphirglas verwendet. Bei einer Härte von neun Mohs ist es extrem kratz- und bruchfest und nur mit speziellen Diamantwerkzeugen zu bearbeiten. Glucydur-Unruh Moderne Unruh, welche nach der Erfindung der autokompensierenden Unruhspirale bei hochwertigen Uhren die bimetallische Kompensationsunruh ablöste.

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Glasrand

auch Lünette (frz.) genannt; Metallreif, in den die Verglasung des Zifferblatts eingesetzt ist

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Glucydur

Legierung von Kupfer mit 2-3% Berillium.

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Glucydur-Unruh

Unruh, die nach der Erfindung der autokompensierenden Unruhspirale bei hochwertigen Uhren die bimetallische Kompensationsunruh ablöste. Glucydur-Unruhen bestehen aus einer Kupferlegierung, der 3 Prozent Beryllium beigemengt werden. Sie lassen sich vorzüglich vernieten, auswuchten und feinregulieren und sind antimagnetisch und nicht oxydierend.

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GMT

Greenwich Mean Time. Durch die südenglische Stadt Greenwich verläuft der Nullmeridian der Weltzeit. Die Erde ist in 24 Zeitzonen unterteilt, die Zeitanzeigen erfolgen auf der Erde immer bezogen auf GMT. So hat beispielsweise New York GMT -5, Sydney +8.

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Goldfilled

Goldauflage auf unechtem Basismaterial, z. B. Messing.

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Grand Prix d'Horlogerie de Genève

Der Grand Prix d'Horlogerie de Genève (dt. Der Große Preis der Uhrmacherei von Genf) ist ein Preis, der vom Verband der Schweizerischen Uhrenindustrie FH seit dem Jahr 2000 in Genf verliehen wird. Obwohl der Preis relativ jung ist, ist dieser für die Uhrenindustrie sehr prestigeträchtig, da in dem Verband über 90% der Schweizer Uhren- und Uhrenbestandteilehersteller vertreten sind. Der Preis soll eine jährliche Anerkennung für die Uhrmacherkunst geben, wichtigste Kategorie ist die Aiguille d'Or (dt. Goldener Zeiger).

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Guillochieren

die maschinelle Herstellung wellen -, bogen- und kreisförmiger Furchen auf einer Metallplatte, bei der die gewünschten Muster nach einer Schablone eingetieft werden. Diese Dekorationstechnik ist seit dem 18. Jh. bekannt, allgemein verbreitet ist sie jedoch erst während des 19. Jh. und im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts.

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Gyromax-Unruh

Jede Abweichung von der exakten Unruhfrequenz bewirkt ein Falschgehen der Uhr. Die Kunst der Uhrmacher beim Regulieren oder Feinstellen eines Uhrwerks besteht also darin, dessen Gang möglichst konstant zu halten. Dem stehen zum einen größere Temperaturschwankungen entgegen, weil sie das Elastizitätsmodul einer Stahlspiralfeder verändern. Steigende Temperaturen verursachen ein Nachgehen, sinkende hingegen ein Vorgehen der Uhr. Diese Temperaturfehler auszuschalten war von jeher eine wesentliche Zielsetzung in der Präzisionsuhrmacherei. Bereits vor mehr als 200 Jahren wurde zu diesem Zweck der bimetallische Kompensationsunruhreif erfunden. Die metallurgischen Forschungen des Schweizer Physikers Charles-Edouard Cuillaume führten im Jahre 1919 zur autokompensierenden Spiralfeder aus einer Nickel-Stahl-Legierung. Sie machte die aufwendig aus zwei unterschiedlichen Metallreifen zusammengelötete Kompensationsunruh überflüssig. Ab 1933 war schließlich die aus mehreren Metallen legierte "Nivarox"-Spiralfeder verfügbar. Neben einer vorzüglichen Temperaturkompensation besaß sie auch gute antimagnetische Eigenschaften. In Verbindung mit dem 1935 eingeführten monometallischen "Glucydur"-Unruhreif aus gehärteter Berylliumbronze stellt die "Nivarox"-Spirale ein beinahe ideales Regulierorgan dar, das in guten mechanischen Armbanduhren bis in die Gegenwart Verwendung findet und - bei entsprechender sonstiger Ausführung des Uhrwerks - zu hoher Ganggenauigkeit führt. Bei den meisten Armbanduhren werden Gangkorrekturen durch Verschieben des sogenannten Rückers vorgenommen. Dabei verändert sich die aktive Länge der Spiralfeder. Ferner kann bei Schraubenunruhen das Trägheitsmoment mit Hilfe der Masseschrauben gesteigert oder verringert werden. Bei Patek Philippe erkannten die Uhrmacher, dass bei den neuen Glucydur-Unruhen die Eliminierung der radial eingesetzten Masse- und Regulierschrauben eine Vergrößerung des Radius und damit eine Erhöhung des Trägheitsmoments der Unruh bei annähernd gleichem Gewicht bewirken würde - mit der Folge besserer Gangleistungen. Die "Gyromax"-Unruh von Patek Philippe erlangte am 31. 12. 1951 patentrechtlichen Schutz. Bei ihr wurden acht scheibenförmige und geschlitzte Regulierelemente auf axial angeordneten Stiften drehbar gelagert. Diese hervorragende Entwicklung kann durchaus als Vorläufer der modernen schraubenlosen Ringunruh gelten. Anfänglich diente auch bei Patek Philippe der bewährte Rückermechanismus mit Feinreguliervorrichtung zur Veränderung der Unruhfrequenz. Doch erst in Verbindung mit einer frei schwingenden Spirale konnten die Präszisionsvorteile der "Gyromax" voll ausgeschöpft werden. Deshalb wird sie in dieser Ausführung bis in die Gegenwart verwendet - auch von anderen Herstellern . Die hohe Genauigkeit guter mechanischer Armbanduhren führt folgendes Rechenexempel deutlich vor Augen: Eine Uhr, die pro Tag eine Gangabweichung von 30 Sekunden aufweist, bezeichnen viele Menschen als ungenau. Wenn man diese Zahl jedoch in Relation setzt zu den täglich 86.400 Sekunden, ergibt sich eine Fehlerquote von nor 0,035 Prozent. Der Genauigkeitsgrad beträgt also 99,965 Prozent. Diese Leistung ist für eine rein mechanische "Maschine" an sich schon äußerst respektabel. Uhren von Patek Philippe bringen heute in der Regel jedoch viel bessere Resultate. Die "Gyromax"-Unruh leistet dazu einen nicht unerheblichen Beitrag.

 

H

 

Halbsavonette

Taschenuhr mit Sprungdeckel. Bei der Halbsavonette ist der Sprungdeckel in der Mitte durchbohrt. Durch diese Bohrung kann der Uhrenträger die Stellung der Zeiger erkennen und sich so eine ungefähre 'Zeit-Information' verschaffen, ohne den Uhrendeckel zu öffnen.

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Halbsavonette

Savonette mit kreisförmigen Fenster im vordren Deckel, durch durch das die Zeit auch ohne öffnen des Deckels abgelesen werden kann.

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Halbschwingung

In der Uhrmacherei auch als Amplitude bezeichnet. Der in der Uhrmacherei gebräuchliche Begriff ist nicht identisch mit der Amplitude im physikalischen Sinn. Die Uhrmacher bezeichnen den Winkel als Amplitude, den die schwingende Unruh zwischen ihren Umkehrpunkten beschreibt.

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Handaufzugsuhr

Ein Zeitmesser, bei dem die Zugfeder täglich mit Hilfe der Aufzugs-Krone von Hand gespannt werden muss. Früher geschah dies bei Taschenuhren mit kleinen Schlüsseln. Mitte des letzten Jahrhunderts wurde der Kronenaufzug erfunden. Eine Handaufzuguhr muß täglich aufgezogen werden, weil die Zugfeder nur für eine Gangreserve von etwa 36 - 40 Stunden sorgt.

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Hauptuhr

Auch 'Mutteruhr', das Zeitnormal einer zentral gesteuerten modernen Uhrenanlage, wie man sie von Bahnhöfen und Fabriken her kennt.

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Heliumventil

Ein Heliumventil lässt eingedrungen Überdruck schneller entweichen wenn der Aussendruck wieder abfällt. Besonders in heliumhaltiger Atmosphäre baut sich der Innendruck schneller auf, weil die Heliumatome kleiner sind als die anderen Luftmoleküle.

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Hemmung

Ein Mechanismus, der die Kraft von der Zugfeder über das Räderwerk auf das Schwingsystem (Unruh, Unruhspirale) einer Uhr überträgt. Die Hemmung besteht aus dem Ankerrad mit zugehörigem Trieb, dem Anker mit den beiden Paletten, der Ankergabel, den Sicherheitsstiften sowie der großen Rolle mit Ellipse und der kleinen Rolle. Die beiden Rollen sind auf der Unruhwelle befestigt und bewegen sich im Rhythmus der Unruh hin und her. Die Hemmung einer mechanischen Armbanduhr führt Schwerstarbeit aus: Bei einer Schlagzahl der Unruh von 28.800 Halbschwingungen/Stunde lässt sie das Räderwerk innerhalb von 24 Stunden 691.200 Mal vorrücken. Innerhalb von vier Jahren ergibt dies über eine Milliarde Kraftstöße, die durch die Hemmung weitergeleitet werden. Dies entspricht der sechsfachen Leistung eines menschlichen Herzens.

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Herzscheibe

Teil in Stoppuhren und Chronographen, das zur sogenannten Nullstellung dient. Die Herzscheibe sitzt auf der Welle des Sekunden- und Minutenzählrades.

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Heures Sautantes

Springende>>digitale<< Stundenanzeige. Armbanduhren mit Heures Sautantes kamen Mitte der 20er Jahre auf den Markt. Anstelle des Stundenzeigers besitzen diese Modelle unter dem Zifferblatt eine Scheibe, bedruckt mit den Ziffern 1 bis 12. Durch ein Fenster im Zifferblatt wird jeweils sechzig Minuten lang die aktuelle Stunde digital, d. h. in Form von Ziffern angezeigt. Sobald der Minutenzeiger die >>12<< erreicht hat, springt die Scheibe ruckartig auf die nächste Ziffer und somit eine Stunde weiter. Armbanduhren mit springender Stundenanzeige wurden in den zwanziger Jahren populär, weil sie dem Zifferblatt einen anderen Auftritt verschafften. Zu den Wegbereitern dieser Anzeigeform gehörten Audemars Piguet, C. H. Meylan und auch Patek Philippe. Außerdem kamen zur damaligen Zeit die "digitalen" Modelle mit nur kleinen Ausschnitten (Stunden, Minuten und Sekunden) im Metallgehäuse auf den Markt. Bei diesen Modellen war die Gefahr des Glasbruchs relativ gering. In den dreißiger Jahren gehörte die Rolex "Prince" mit springender Stundenanzeige zu den beliebten Modellen. Ab den sechziger Jahren brachte das heraufziehende Computerzeitalter zahlreiche mechanische Armbanduhren mit springender Stundenindikation hervor. Mit der ungestümen Verbreitung digitaler Quarzuhren verschwanden die tickenden Pendants in der Versenkung. Erst die Renaissance der mechanischen Uhr hat die Heures Sautantes wieder ins Licht der Aktualität gerückt. Heute gibt es wieder eine ganze Reihe unterschiedlicher Heures Sautantes-Armbanduhren - bis hin zum Modell mit Minutenrepetition.

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Hilfsuhr

Ein neben der Hauptuhr existierendes weiteres Uhrwerk mit Hilfsfunktion.

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Hilfszifferblatt

kleines, zusätzliches Zifferblatt auf dem Hauptzifferblatt zur Anzeige von weiteren Funktionen wie Minuten und Sekunden; typische Darstellung von Zusatzangaben beim Chronographen

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Hochfrequenz Unruh

Unruhen, die mehr als 28 800 Halbschwingungen pro Stunde ausführen, bezeichnet man als Hochfrequenz-Unruhen. Ende der sechziger Jahre wurden sogar Uhren entwickelt, deren Unruh 36 000 Halbschwingungen pro Stunde ausführten. Das Streben nach möglichst hoher Unruhfrequenz resultiert aus der Überlegung, daß eine schnelle Schwingung nicht so leicht durch Außeneinflüsse wie zum Beispiel Stöße gestört werden kann.

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Holzuhr

Rustikale, vorwiegend aus Holz bestehende Uhrentypen des 17. bis 19. Jahrhunderts, für die insbesondere die Schwarzwälder Uhren und die Schweizer Uhren charakteristisch sind. Holzuhren können ganz - also Räderwerk und Gehäuse - aus Holz hergestellt sein

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Horologie

Ein relativ junger Fachausdruck für 'Uhrenwissenschaft und Zeitmesskunde'

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Hydro-Uhren

Mit einer geeigneten Flüssigkeit (z.B. Silikonöl) gefüllte Quarzuhren.

 

I

 

IC

integrated circuit oder auch integrierte Schaltung. Auf Silicium- oder Germaniumplättchen werden auf photochemischen Wege elektronisch aktive Schichten aufgebracht, die dann Dioden, Transistoren, Widerstände oder Kondensatoren bilden. Integrierte Schaltungen bilden das Herz zum Beispiel von quarzgesteuerten Uhren.

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Impuls bei mechanischen Uhren

Die Kraftübertragung von der Hemmung auf das Schwingsystem wird als Impuls bezeichnet. Während der Hebung wird die Unruh von der Ankergabel aus ihrer Nullstellung ausgelenkt und erhält dabei die Kraft für eine neue Halbschwingung.

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Impuls bei Quarzuhren

Die Anregung des Schrittschaltmotors, der das Räderwerk antreibt, wird als Impuls bezeichnet.

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Incabloc

Eine Stoßsicherung, die in den 50er Jahren für Armbanduhren entwickelt wurde und heute die meistverwendete ist. Als die Erfindung noch relative jung war, druckte fast jeder Uhrenfabrikant das Wort 'Incabloc' auf das Zifferblatt, um auf die besondere Qualität der Uhr hinzuweisen.

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Incastar

Von Portescap entwickeltes Reguliersystem für mechanische Uhren, welches ohne den allgemein üblichen Rückerzeiger auskommt. Das äußere Ende der Unruhspirale wird zwischen zwei federnden Rollen eingeklemmt. Eine dieser Rollen läßt sich mit Hilfe eines kleinen Sterns (daher resultiert der Name "…star") zur Veränderung des Gangs verstellen. Dadurch wird die Spirale (wie auch beim Rücker) verlängert oder verkürzt.

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Index

Anzeigeelement auf dem Zifferblatt, z.B. in Punkt- oder Strich- oder Symbolform; bei besonders schlichten, eleganten Uhren wird auch schon mal auf Indexe verzichtet

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Index mobile

Überlegungen, bei - nahezu - gleichen Funktionen den Aufwand und damit die Kosten bei der Herstellung von Schleppzeigerchronographen zu reduzieren, gab es viele. Auch die Uhrmacher Georges Dubey und René Schaldenbrand aus der Jurametropole La Chaux-de-Fonds dachten während des Zweiten Weltkriegs intensiv über dieses Problem nach. 1946 wandten sie sich mit einem Antrag ans eidgenössische Amt für geistiges Eigentum. Es ging um ihre vergleichsweise simple, preisgünstige aber dennoch funktionsfähige Konstruktion eines Doppelzeigerchronographen auf der Basis des Kalibers Valjoux 77. Die verantwortlichen Prüfer zeigten sich überzeugt und erteilten 1948 ein Patent auf diese Erfindung. 1949 waren die beiden Uhrmacher noch einen Schritt weitergegangen. Der Antrag auf ein Zusatzpatent bezog sich auf eine Konstruktion unter Verwendung des Kalibers Landeron 51 mit durchbohrter Welle des Chrono-Zentrumsrads. Durch sie reichte - wie beim klassischen Rattrapantes - eine zweite Welle. Deren hinteres Ende hatten die Erfinder mit einem Knopf versehen. Vor dem Zifferblatt verband eine Spiralfeder die beiden Zeiger. Über sie zog der Chronographenzeiger den Schleppzeiger mit. Ein kleiner Winkel am Chronographenzeiger verhinderte, daß ihn der Schleppzeiger "überholen" konnte. Durch Betätigung und Halten des in die Krone integrierten Drückers wird ein Bremsmechanismus ausgelöst. Dieser schiebt sich über den kleinen Knopf und stoppt den Schleppzeiger. Währenddessen läuft der Chronographenzeiger weiter. Nach dem Loslassen bringt die Spiralfeder beide Zeiger wieder in Deckung. Weil der Schleppzeiger nach Ablauf einer Minute an die Rückseite des kleinen Winkels anstößt, beschränkt sich das Zwischenzeit-Intervall auf höchstens 60 Sekunden. Und diese Entwicklung erhielt von ihren Erfindern den Namen "Index Mobile." Indikation: Anzeige, z.B. die Zeit, Datum, Vollkalendarium, Äquation, Gangreserve … .

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Indikation

Als Indikation werden in der Uhrmacherei alle Vorrichtungen bezeichnet, mit deren Hilfe der Ablauf der Zeit, des Gehwerks und seiner Hilfswerke dargestellt wird. Hierzu dienen die sogenannten Indikationsblätter. Hilfsindikationsblätter liefern Angaben, die über die normale Zeitanzeige hinausgehen, wie z.B. das Anzeigen der Mondphase. Als Hilfszifferblätter werden dabei kleine Zifferblätter bezeichnet, die beispielsweise Informationen über die Abstellung des Schlagwerks oder der Repetition geben.

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Indikationspendel

Ein Pendel, welches ohne Funktion für den Gang einer Uhr mitschwingt. Weitere Bezeichnungen: Blindpendel, Scheinpendel oder auch Schaupendel.

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Indirekte Zentralsekunde

Bei Uhrwerken mit i. Z. liegt der Antrieb des Sekundenzeigers außerhalb des eigentlichen Kraftflusses im Räderwerk. Die i. Z. findet man daher häufig bei Kalibern, die mit kleiner Sekunde konstruiert und dann - auch aus modischen Erwägungen - auf Zentralsekunde umgerüstet wurden. Moderne Kaliber wurden und werden bereits auf eine Ausstattung mit Zentralsekunde hin entwickelt. Hier findet man in der Regel einen direkten, also im Kraftfluß liegenden Antrieb des Sekundenzeigers.

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Invar

Ein Werkstoff, der zu 36% aus Nickel und 64% aus Eisen legiert ist. Invar hat einen äußerst geringen Ausdehnungskoeffizienten und wird deshalb zur Herstellung von Pendelstangen für Präzisionspendeluhren verwendet.

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Isochronismus

Die Tatsache, dass Schwingsysteme kleine und große Schwingungen gleich schnell ausführen, wird als Isochronismus bezeichnet.

 

J

 

Jacksonches Metall

Legierung aus Kupfer, Zink und Zinn für Metallgegenstände, die gepreßt werden, u.a. Gehäusedeckel für Taschenuhren

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Jahresuhr

Eine Uhr mit einer Nennlaufdauer von einem Jahr, die also nur einmal im Jahr aufgezogen werden muss. Die Herstellung einer Jahresuhr verlangt besonders präzise und zuverlässig gearbeitete Werke. Eine Jahresuhr ist mit einem Drehpendel ausgestattet, welches an einer dünnen Feder aus Stahl oder Bronze aufgehängt ist und sich sehr langsam dreht.

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Jaquet-Droz

Legendäre Uhrmacherfamilie im 18. Jahrhundert aus dem Schweizerischen La Chaux-de-Fonds. Heute sind vor allem die mechanischen Automaten mit Glocken- oder Flötenspielwerken, die damals ein Meilenstein in der Mechanik waren, unbezahlbare Sammlerstücke.

 

K

 

Kadratur

Mechanismus zum Beispiel für Schlagwerke, Kalendarien oder auch Chronographen. Aktuelles Beispiel: Bei der neuen Chronoswiss Chronoscope befindet sich die Kadratur des Chronographen unterhalb vom Ziffernblatt.

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Kalenderuhr

Eine Uhr, die wenigstens eine Datumsanzeige enthält. Meistens bezeichnet man als Kalenderuhren astronomische Uhren, die außer dem Datum die Woche, den Monat und auch das Jahr anzeigen. Kalenderuhren sind zumeist sehr wertvoll.

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Kaliber

Fachausdruck für Form und Größe eines Uhrwerks. Die Kalibernummer gibt in der Regel den Werktyp an. Beispiel: ETA, der grösste Anbieter mechanischer Werke aus der Schweiz, hat für ein sehr beliebtes Werk die Bezeichnung 2824-2 gewählt. Anhand dieser Bezeichnung kann nun der Uhrmacher im Servicefall passende Ersatzteile bestellen.

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Kalotte

Dieser aus dem Französischen (calotte: Kappe) abgeleitete Begriff steht in der Uhrmachersprache u.a. für ein stark gewölbtes Taschenuhrgehäuse oder für das gewölbte Gehäusevorderteil bei Armbanduhren.

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Kanellierung

Vertikale Rillenverzierung am Uhrengehäuse.

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Karat

Maßangabe des Goldgehalts einer Legierung in einer 24-teiligen Skala. Feingold wird entsprechend als 24 Karat bezeichnet. Ein Goldgehäuse einer hochwertigen Armbanduhr hat oftmals 18 Karat (also 750 Tausendteile Feingold) oder auch 14 Karat (also 585 Tausendteile Feingold). Der Goldgehalt eines Goldgehäuses ist fast immer auf den Rückdeckel mit einer Punze vermerkt.

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Kartuschenzifferblatt

Zifferblatt einer Uhr mit angebrachter Emailplakette, die blaue oder schwarze Ziffern auf weißem Grund trägt, hauptsächlich bei französischen Uhren des 17. und 18. Jahrhunderts.

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Kleine Sekunde

Eine kleine Sekunde findet sich meist bei Taschenuhren oder bei Handaufzugs-Armbanduhren. Stammt noch aus der Zeit, als die Räder im Räderwerk einer Uhr so angeordnet waren, dass sich das Sekundenrad nicht im Zentrum befand. Wenn nun eine Sekundenangabe auf dem Zifferblatt gewünscht war, hat man den Zapfen des Sekundenrades durch das Zifferblatt verlängert und einen Zeiger aufgesteckt. Die Position der kleinen Sekunde hängt von der Werkkonstruktion ab, befindet sich aber häufig bei 6 Uhr.

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Klinkenrad

Bauteil einer automatischen Uhr. Klinkenräder ermöglichen die Nutzung der Drehbewegung des Rotors für den Aufzug in beide Richtungen. Sie werden so konstruiert, dass ein Klinkenrad in der Rechts- und das andere in der Linksdrehung sperrt und den Kraftschluss zum Federhaus herstellt. Bei einseitig aufziehenden Automatikuhren ist nur ein Klinkenrad verwendet.

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Kloben

Als Kloben bezeichnet man den Träger für Anker-, Unruh- und Radlager. Dieser ist nur an einer Stelle mit Stellstiften fixiert.

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Kolbenzahnhemmung

Eine nach der Form des Ankerrades benannte Hemmung. Meist in Schweizer Uhren (Schweizer Ankergang).

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Kompensationsunruh

In Taschenuhren häufig in Verbindung mit einer Stahlspirale verwendet. Durch Trägheitsveränderungen des Unruhreifens wird die Längenausdehnung der Spirale bei Temperaturschwankungen kompensiert. Der Unruhreif ist aus gebogenen Bimetallstreifen gefertigt und am Ende geschlitzt. Er ist mit Gewichtsschrauben versehen, deren Lageveränderung eine Justierung der Kompensationswirkung ermöglicht.

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Komplikation

Fachausdruck, wenn die Uhr außer der Zeitanzeige z.B. ein zusätzliches Weckerwerk, Datumsanzeige oder andere Indikationen aufweist.

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Krone

am Gehäuse befestigtes Rädchen zum Aufziehen der Aufzugswelle oder zum Einstellen der Zeiger

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Kronenaufzug

Spannen der Zugfeder durch Drehen der Aufzugswelle über den außen am Gehäuse befindlichen Stift

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Kurzzeitmesser

allgemeine Bezeichnung für einen Mechanismus, mit dem kurze Zeitspannen gemessen werden können, z.B. Stoppuhr

 

L

 

Lagen

Armbanduhren werden in vielen verschiedenen Positionen getragen. Darum spielen die Lagen bei der Regulierung der Uhr eine erhebliche Rolle. Man unterscheidet im Allgemeinen nach den fünf Lagen „Krone links“, „Krone oben“, „Krone unten“, „Zifferblatt oben“ und „Zifferblatt unten“, je nach Lage wirken die Kräfte unterschiedlich auf die Uhr ein. Präzisionsuhren werden daher in diesen fünf Lagen reguliert, damit sie ein zuverlässiges Gangergebnis erzielen.

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Lager

Bohrungen für die Zapfen des Räderwerks. In feinen Armband- und Taschenuhren, aber auch bei Großuhren werden die Bohrungen speziell für schnell drehende Räder und Triebe mit Lagersteinen versehen.

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Lagerstein

Künstlich gezogener Rubin mit einem zentrischen Loch zur reibungsarmen Lagerung der Zapfen bei den Wellen der Zahnräder.

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Lanzenzeiger

Zeiger, dessen Formgestaltung an eine Lanze erinnert.

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Laufwerk

Summe aller Zahnräder und Mechanismen zum Zwecke der Energieübertragung

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LCD Display

Bezeichnung für die elektrooptische Anzeige mittels Liquid Cristal Display (Flüssigkristall)

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LED Display

Bezeichnung für die elektrooptische Anzeige mittels Light Emitting Diod (Leuchtdiodenanzeige)

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Lépine Gehäuse

Taschenuhren mit Kronenaufzug und offenem Gehäuse, ohne Sprungdeckel

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Leuchtzeiger

ursprünglich mit selbst leuchtendem Radium besetzte Zeiger, die so auch im Dunkeln abzulesen waren; aufgrund seiner Radioaktivität wurde die Verwendung von Radium allerdings verboten; heute werden ungefährlichere Stoffe verwendet, um Zeiger und Ziffern bei Dunkelheit leuchten zu lassen

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Leuchtzifferblätter

Zifferblätter, die mit selbstleuchtenden oder nachleuchtenden Ziffern ausgestattet sind, damit ein Ablesen in der Nacht möglich wird. Einige Hersteller verwenden sogar komplett leuchtende Zifferblätter. Leuchtzifferblätter wurden erst seit ca. 1905 gefertigt, nachdem man geeignete Leuchtfarben entwickelt hatte, die chemisch billig herstellbar waren.

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Linie

Auch Ligne, altes französisches Maß, welches bei Uhren als Maßeinheit noch gebräuchlich ist. Eine Linie entspricht 2,256 mm.

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Lithium Zellen

Batterien, die unter anderem für Taschenrechner, Kleincomputer oder auch Uhren verwendet werden. Lithiumbatterien enthalten keine giftigen Schwermetalle und lassen sich gut recyceln.

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Lochstein

Lagerstein. Zur Lagerung beweglicher, sich drehender Bauteile werden in Uhren meist synthetische Rubine verwendet. Dies geschieht zur Verringerung der Lagerreibung. Ein Stahlzapfen in einem Steinlager hat die geringst mögliche Gleitreibung in der Mechanik.

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Lunation

Andere Bezeichnung für Mondphasen. Der Mond durchläuft seine von der Stellung Sonne – Mond – Erde abhängigen Mondphasen innerhalb einer Lunation von etwa 29,5 Tagen. Die Mondphasenanzeige ist eine beliebte Komplikation bei mechanischen Uhren (s. Foto Mitte: Chronoswiss Lunar Chronograph).

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Lünette

Glasreif eines Gehäuses, der mit dem eingepressten Glas auf das Mittelteil des Gehäuses aufgesprengt oder verschraubt wird.

 

M

 

Magnetfeldschutz

Gegen Magnetfeldeinflüsse abschirmendes Uhrengehäuse. Mechanische Armbanduhren reagieren mehr oder weniger empfindlich auf äußere Magnetfelder (Magnetismus). Magnetfelder können durch magnetisierbare Werkstoffe umgeleitet werden. Bringt man einen Hohlkörper aus Eisen in ein Magnetfeld, so lässt sich beobachten, dass ein Großteil der Feldlinien in der Wandung des Hohlkörpers gebündelt wird. Der Innenraum wird dadurch weitgehend magnetisch abgeschirmt. Dieses Prinzip macht man sich zunutze, um einen effektiven Magnetfeldschutz für Armbanduhren zu konstruieren. Wichtig ist hier, dass nach einem Magnetfeldeinfluss der Schutzmantel nicht aufmagnetisiert bleibt. Stoffe, die sich leicht magnetisieren lassen, aber dennoch nur eine geringe "Remanenz" (d.h. zurückbleibende Magnetisierung) aufweisen, heißen "weichmagnetisch". Reineisen (mit einem ferritischen Gefüge) erfüllt z. B. diese Bedingungen.

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Manufaktur

Manufaktur darf sich ein Uhrenhersteller genau genommen nur dann nennen, wenn er mindestens ein Ebauche (oder auch Rohwerk) selbst fertigt.

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Mariage

Eine Mariage (frz. für Hochzeit, Ehe) ist die Vereinigung von Gegensätzlichem, bisher nicht Zusammengehörigem. Im Kunstgewerbe und auch in der Uhrmacherei ist eine Mariage das Zusammenfügen mehrerer, meist alter Einzelteile zu einer \"neuen alten\" Uhr, die es in dieser Form im Original nie ge- geben hat. Besonders beliebt ist diese Vorgehensweise im Grossuhrenbereich, um aus brauchbaren Teilen insgesamt defekter Uhren wieder funktionierende Stücke zu machen. Dabei kann auch das eine oder andere Teil neu sein, wenn es in die Gesamtheit passt. Eine Mariage ist kein historisch wertvolles Objekt. Juristisch gesehen ist sie eine Verfälschung. Wenn ein Verkäufer wider besseres Wissen behauptet, eine Mariage sei original, um damit eine höherwertige Herkunft vorzuspiegeln, so macht er sich wegen Betrugs strafbar.\"

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Marine Chronometer

Besonders genau gehende Uhr auf Schiffen, die für die Naviga-tion sehr wichtig war. Diese Uhr war oftmals mittels einer

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Mechanische Uhren

Uhren, die über eine Feder angetrieben werden und deren Schwingsystem rein mechanisch läuft.

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Messing

Aus Messing werden im Uhrenbau Grundplatinen, Kloben und Brücken hergestellt.

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MEZ

Abkürzung für mitteleuropäische Zeit, das bedeutet die Zeit des 15. Längengrades östlich von Greenwich, auch Greenwich-Zeit genannt.

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Mikrometer

Messgerät zur Bestimmung sehr kurzer Längen bis zu einem Mikron

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Mikron

kleine metrische Einheit; 1 Mikron entspricht 1/1000 Millimeter

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Mikrorotor

Kompakter Schwungrotor einer Automatikuhr, der durch seinen kleineren Durchmesser in das Uhrwerk integriert werden kann und dadurch die Gehäusehöhe voll ausnutzen kann.

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Milanaise-Armband

feingliedriges Metallarmband, das direkt an das Gehäuse angearbeitet ist

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Mineralglas

Heute das meist verwendete Glas bei Armbanduhren. Mineralglas zeichnet sich durch hohe Kratzfestigkeit aus und ist zudem relativ preisgünstig.

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Minute

Eine vom Menschen willkürlich geschaffene Zeiteinheit. Sie dauert den sechzigsten Teil einer Stunde. Eine Minute wird unterteilt in 60 Sekunden.

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Minutenrad

Erstes Rad im Räderwerk einer mechanischen Uhr. Der obere Zapfen des Minutenrades ragt aus dem Uhrwerk bis über das Zifferblatt hinaus und trägt das Minutentrieb. Auf diesem dreht sich das Stundenrad und sitzt der Minutenzeiger.

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Minutenring

Hilfszifferblatt mit 60 Einheiten, auf dem die Minuten angezeigt werden, auch Minuterie genannt

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Minuterie

Auf dem Zifferblatt umlaufende Einteilung der Minuten, oft zwischen zwei Kreise eingefasst.

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Mitteleuropäische Zeit

Zonenzeit für Mitteleuropa. Die mitteleuropäische Zeit (MEZ) gilt unter anderem in Norwegen, Dänemark, Schweden, Deutschland, Österreich, Italien und Frankreich, aber auch in Tunesien und Niger.

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Mittlere Zeit

aus praktischen Gründen angenommene Normalzeit innerhalb einer Zeitzone, z.B. die MEZ

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Modul

Bei mechanischen Uhren spricht man von Modulbauweise, wenn ein Basisuhrwerk durch Aufbau einer weiteren Komplikation umgebaut wird. Solche Umbauten werden oft von Spezialwerkstätten durchgeführt, die in der Schweiz ansässig sind.

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Monatsring

Hilfszifferblatt mit Angabe der Monate, meistens in abgekürzter Form (Jan., Feb.), oder kleines Zifferblattfenster mit digitaler Anzeige

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Mondphasen

Die verschiedenen Erscheinungsformen des Mondes während eines Mondmonats wie abnehmender Mond, Neumond, zunehmender Mond, Halbmond und Vollmond nennt man Mondphasen. Die Anzeige von Mondphasen war schon immer eine beliebte Komplikation in der Uhrmacherei.

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Musikuhr

Uhr, deren Werk mit einem Musikspielwerk gekoppelt ist, das meist zur vollen Stunde automatisch oder nach Abruf eine Melodie spielt.

 

N

 

Nickelfreiheit

Zur Vermeidung von Nickelallergien ist seit dem Jahr 2000 die Euro-Norm 1811 in deutsches Recht umgesetzt worden. Diese Norm definiert und regelt die sog. "Nickellässigkeit". Unter der Nickellässigkeit ist ein Maß für die Abgabe von Nickel an die Haut zu verstehen. Aufgrund dieser Nickelabgabe kann es zu allergischen Reaktionen kommen. Die Norm besagt, dass auf einen Quadratzentimeter Haut innerhalb einer Woche nicht mehr als 0,5 µg Nickel abgegeben werden darf. Dieser Grenzwert darf von keinem Produkt, welches im direkten und längeren Kontakt mit der Haut steht, überschritten werden.

Die Stärke der Nickellässigkeit wird nicht etwa durch den Nickelgehalt eines Metalls bestimmt, sondern durch seine Korrosionsbeständigkeit. Nur im Zuge von Korrosionsprozessen kann Nickel in Form von Ionen oder Komplexen eine Stahlstruktur verlassen. In sehr korrosionsbeständigen Stählen bleibt Nickel daher auch im Falle eines relativ hohen Nickelgehalts stabil im Stahl gebunden. So wird auch in der medizinischen Implantat-Technik ein nickelhaltiger Edelstahl (Gehalt 12,5% - 15%) verwendet, ohne dass hierbei allergische Reaktionen beobachtet würden. Seine Nickellässigkeit liegt um einen Faktor 50 unter dem von der EURO-Norm 1811 zulässigen Wert. Das entspricht 2%. Im Falle von Tegiment-Gehäusen wird die Korrosionsbeständigkeit dieser Stahlsorte sogar noch erhöht.

Es gibt Stähle, die einen Restnickelgehalt von weniger als 0,2% aufweisen. Hierbei handelt es sich nur noch um die in allen rostfreien Stählen messbaren Verunreinigungsspuren von Nickel und nicht um einen Legierungsbestandteil.

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Nivaflex

Zugfeder haben eine spezielle Legierung bestehend aus Kobalt, Wolfram und Titan. Diese Zugfeder sind fast unzerbrechlich und ermüdungsfrei, außerdem haben sie besonders günstige Kraftentfaltungskurve.

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Nivarox

Durch ihre Legierung aus verschiedenen Metallen ist die Nivarox-Spirale imstande, Temperaturschwankungen selbst auszugleichen.

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Nullzählalarm (Countdown-Timer)

Einer rückwärts laufende Stoppuhr, die zurückläuft und beim Erreichen von 0 Minuten und 0 Sekunden akustische Signale abgibt.

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Nürnberger Zeit

separate Zählung der Tages- und Nachtstunden. Man zählte die Tagesstunden ab Sonnenaufgang und die Nachtstunden ab Sonnenuntergang. Im Sommer ergab das z. B. 16 Tagesstunden und 8 Nachtstunden, im Winter war es genau umgekehrt.

 

O

 

Offiziersuhren

Technisch vollendete und dekorative Reiseuhren des 18. und frühen 19. Jahrhunderts, meist mit einem Messinggehäuse, Schlagwerk und Repetition, oft auch mit Viertelstundenschlag und Weckerwerk. Bekannt sind die formvollendeten Schweizer Offiziersuhren mit vergoldeten Bronzegehäusen.

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Orientierungszeiger

24-Stunden-Zeiger, der zur Bestimmung der Himmelsrichtung als Richtungspfeil geformt ist.  Zur groben Bestimmung der Himmelrichtung bei Kenntnis des aktuellen Sonnenstandes erleichtert ein 24-Std.-Zeiger, der synchron zum 12-Std.-Zeiger läuft, das Vorgehen. Befindet man sich auf der Nordhalbkugel, richtet das Zifferblatt horizontal aus und dreht die Uhr so, dass der 12-Std.-Zeiger (ohne Sommerzeitverstellung!) auf die Sonne weist, dann zeigt der 24-h-Zeiger nach Norden. Auf der Südhalbkugel ist Nord gegen Süd zu vertauschen. Zu beachten ist, dass je nach Jahreszeit, Breiten- und Längenkreis Abweichungen der ermittelten Richtung von der geographischen Nordrichtung von bis zu 25° möglich sind.

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Ormoulu

Goldbronze, feuerfeste Bronze, aus der Beschläge u.a. an Uhrengehäusen hergestellt wurden, besonders in Frankreich seit dem 16. Jahrhundert an verwendet.

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Ortszeit

Ist die durch astronomische Beobachtungen oder durch Sonnenuhren bestimmte Zeit. Sie schwankt täglich im Rhythmus der Zeitgleichung. Die Ortszeiten zweier Orte unterscheiden sich voneinander um die Differenz ihrer geographischen Länge. Die mittlere Ortszeit für größere Gebiete ist die Zonenzeit.

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Oszillator

lat. oscillare = schaukeln; Mechanismus zur Erzeugung von elektrischen oder mechanischen Schwingungen; die Kombination Unruh-Spiralfeder ist ein Oszillator

 

P

 

p. m

Abkürzung für die Zeit von Mittag bis Mitternacht (post = nach, meridiem = Mittag).

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Pedometer-Aufzug

Automatischer Aufzug über eine Pendelschwungmasse, welche z. B. beim Gehen, wie bei einem Pedometer (Schrittzähler), auf- und abwippt. Mit Hilfe eines Getriebes wird die kinetische Energie auf die Zugfeder übertragen. Die Erfindung des Pedometer-Aufzugs geht nach derzeitigem Kenntnisstand auf das Jahr 1770 und Abraham-Lous Perrelet, Le Locle, zurück. Die ersten Armbanduhren dieser Art kamen in den zwanziger Jahren auf den Markt (Léon Leroy, 1922, und John Harwood, 1924). Derartige Wippenaufzüge sind in Armbanduhren bis in die fünfziger Jahre zu finden.

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Plaqué

Plaqué - Plattiert = elektrolytisch (galvanisch) aufgetragene Goldauflage und wird in Micron angegeben. Die eigentliche Plattierung besteht meist aus 585 Gold (14 Karat).

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Platine

Platte die das Uhrwerk trägt. Zwischen den zumeist zwei Platinen lagern die Wellen des Räderwerkes.

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POINÇON DE GENÈVE

Qualitätssiegel mit dem Genfer Stadtwappen, das nach einem Reglement aus dem Jahre 1886 nur solche Uhren tragen dürfen, "bei denen durch die (offizielle) Prüfung festgestellt wurde, daß sie alle Eigenschaften von Qualitätsarbeit besitzen, die einen regelmäßigen und dauerhaften Gang gewährleisten, und an denen ein Minimum an von der Prüfungskommission festgelegten Arbeiten von Handwerkern gemacht worden ist, die im Kanton Genf wohnen". Dieses Reglement erfuhr im Laufe der Jahre wiederholte Verschärfungen. Die letzte Fassung stammt vom Dezember 1994. Zur einschlägigen Prüfung sind die numerierten Werke bei der Genfer Uhrmacherschule vorzulegen. Dort ist das "Büro zur freiwilligen Kontrolle Genfer Uhren" nach dem offiziellen Dekret angesiedelt. Zur Vermeidung von Schummeleien oder Bestechungen sind die Kontrolleure ausnahmslos amtlich vereidigt. Ferner müssen sie Schweizer Staatsbürger sein. Schließlich dürfen sie sich weder durch die Fertigstellung eigener Werke noch durch irgendwelchen Handel mit Uhren in Interessenkonflikte bringen. Dies bietet eine weitere Garantie dafür, daß bei der Zuerkennung des Genfer Siegels stets alles mit rechten Dingen zugeht. Im Verordnungstext und in einem Pflichtenheft heißt es u. a., daß - wie schon in früheren Zeiten- nur solche mechanischen Uhrwerke zur Überprüfung eingereicht werden können, deren Zusammenbau und Reglage im Kanton Genf erfolgten. Hierüber müssen entweder der Kontrolleur oder der Hersteller genaues Zeugnis ablegen. Den größten Teil des Reglements beanspruchen insgesamt zwölf Festlegungen zum Qualitätsniveau aller Bestandteile und der Verarbeitung. Für die Stahlteile sind u. a. polierte Kanten und satinierte Vorderseiten vorgeschrieben. Die Schraubenköpfe müssen poliert oder kreisgeschliffen, die Schraubenschlitze angliert sein. Weitere Aussagen gelten den Steinen, Zahnrädern, Wellen und Zapfen, der Befestigung der Unruhspirale am Unruhkloben, der technischen Ausführung des wichtigen Schwing- und Hemmungssystems, der handwerklichen Sorgfalt bei der Ausführung der Aufzugs- und Zeigerstellpartie sowie dem Aufwand, welcher bei anderen Werksteilen zu betreiben ist. Zum Beispiel akzeptiert das Büro keine Sperrfedern aus gebogenem Draht. Die kostengünstigen und daher weitverbreiteten Begrenzungsstifte für die Ankerschwingungen finden in den Augen der Kontrolleure ebenfalls keine Gnade. Sie verlangen spezielle Ausfräsungen in der Platine. Nur nach Erfüllung aller Kriterien und offizieller Freigabe darf ein derart punziertes Werk in den Handel gebracht werden.

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Präzisionsreguliervorrichtung

Zum Beispiel ein Schwanenhals mit einer Schraube mit Feingewinde: Auf dem Unruhkloben montiert, gestattet sie die Verstellung des Rückerzeigers in minimalen Schritten. Präzisionszeitmesser: Uhr mit Anker- oder Chronometerhemmung, zusammengefügt aus hochwertigen Komponenten, darunter auf jeden Fall ein temperaturkompensiertes Schwingsystem. Präzisions-Taschen- und Armbanduhren benötigen mindestens 15 funktionale Steine.

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Private Label

ein wichtiger Zweig in der Uhrenindustrie. Uhren, die unter einer Zigaretten-, Schuh-, oder Modemarke verkauft werden, stammen in der Regel von Uhrenherstellern, deren Name nie auf den Zifferblättern erscheint.

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Pulsometer

Arbeitserleichternde Zifferblattskalierung - meist bei Chronographen - für medizinische Zwecke. Sie dient zum Messen der Pulsfrequenz pro Minute. Je nach Auslegung müssen nach dem Starten des Chronographenzeigers lediglich 20 oder 30 Pulsschläge gemessen werden. Nach dem Stoppen zeigt die Spitze unmittelbar auf die entsprechende Pulsfrequenz pro Minute.

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Pumpaufzug

Entwicklung zur Eliminierung des Aufzugsschlüssels und ein Vorläufer der Automatik. Das Spannen der Zugfeder erfolgt bei Taschenuhren zum Beispiel durch Hineindrücken und Herausziehen des Bügelknopfs.

 

Q

 

Quadrillage

(frz. quadrillage = Raster), in der Uhrenindustrie netzartiges Gitterwerk auf Spindelbrücken von Taschenuhren des Rokoko (ca. 1730-1780).

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Quantiéme

(frz. Datum) französische Bezeichnung für die Datumsanzeige einer Uhr.

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Quarzwerke

Elektronische Uhrwerke, bei denen ein Schwingquarz als Zeitnormal dient. Als Standard - Frequenz sind heute international 32768 Hz (Hertz je Sekunde) üblich.

 

R

 

Rattrapante

An einem Werk mit Chronograph im Zentrum angebrachter Zeiger, mit dessen Hilfe Zwischenzeiten gestoppt werden können, ohne dass der eigentliche Sekundenzeiger des Chronographen angehalten werden muss.

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Referenz

Nummer oder Buchstaben-Nummern-Kombination zur Kennzeichnung eines Uhrenmodells.

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Regulator

Pendeluhr mit Gewichtsantrieb und Kompensationspendel. Bei diesem Uhrentyp dominiert als einziger großer Zeiger der Minutenzeiger, während Stunden- und Sekundenzeiger sich jeweils dezentral in kleineren Zifferblattbereichen drehen.

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Reiseuhr

Eine Uhr, die es erlaubt, die Uhrzeit in mehr als einer Zeitzone einfach abzulesen, oder auf einfache Weise zwischen Zeitzonen hin- und her zu schalten.

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Reparaturzeichen

vom Uhrmacher nach der Reparatur einer Uhr in deren Rückdeckel eingeritzte Zeichen.

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Répétition

Uhr, welche die Zeit per Knopfdruck akustisch bekannt gibt. Es wird der Mythos verbreitet, die Répétition sei für erblindete Kriegsversehrte entwickelt worden, als die Leuchtziffern noch nicht erfunden waren. Die aufwändige Mechanik lässt erahnen, dass damals nur wenige Veteranen in den Genuss der angenehm hellen Glockentöne kamen. Eine Verwandte der Répétition und ebenfalls eine Grande Complication ist die Sonnerie, die den Ablauf der Stunden unaufgefordert akustisch zum Besten gibt.

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Roskopf-Uhr

Vom Uhrmacher Georg Friedrich Roskopf (1813 - 1889) im Jahr 1867 vorgestellter Uhrentyp der untersten Preiskategorie für finanziell minderbemittelte Bevölkerungsschichten. Aus diesem Grund wurden die entsprechenden Zeitmesser gelegentlich auch "Proletarieruhren" genannt. Sie zeichneten sich durch eine sehr robuste Bauweise und ganz erstaunliche Genauigkeit aus. Anstelle der Steinpaletten greifen bei der hierin verwendeten Roskopf-Hemmung senkrecht stehende Stahlstifte in die Zähne des Ankerrads. Weitere Merkmale: Pfeiler-Bauweise, leichte Unruh, relativ dicke Unruhzapfen zum Schutz vor Bruch, wenig Steine (häufig nur vier), keine Finissage.

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Rotor

In Uhren mit automatischem Aufzug ist der Rotor ein in beide Richtungen frei drehbares Segment aus möglichst schwerem Metall, das sich bei Bewegungen der Uhr dreht und dabei die Zugfeder spannt. Das Schwunggewicht ist entweder in der verbreiteten Variante über die gesamte Gehäusebreite parallel zum Werk kreisend (Zentralrotor) oder als Mikrorotor ins Uhrwerk integriert.

 

S

 

Saphirglas

Künstlich hergestelltes Glas mit höchster Härte und Kratzfestigkeit (9 Mohs), die nur von Diamant übertroffen wird.

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Satinieren

Sehr feiner, häufig kreuzweiser Streifenschliff auf Uhrgehäusen.

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Schaltrad-Chronograph

Klassischer Chronographen-Typ, bei dem die Start-, Stop-, und Nullstellung der Zeiger über ein neunzähniges Säulenrad, später auch Schaltrad genannt, gesteuert wird.

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Schiffschronometer

Auf Schiffen seit dem 17. Jahrhundert mitgeführte Uhren, meist mit Chronometerhemmung und Kardanischer Aufhängung des Werkgehäuses.

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Schleppzeiger

der Schleppzeiger ist ein zweiter großer Stoppzeiger, der wenn er angehalten wird, eine Zwischenzeit anzeigt. Beim Loslassen springt er dann dem Stand des anderen Stoppzeigers hinterher und läuft mit diesem synchron weiter.

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Schraubboden

Mit einem Gewinde versehener Boden, der ins Uhrengehäuse eingeschraubt ist.

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Schraubenunruh

Unruh, bei der der Unruhreif mit eingelassenen Schrauben ausbalanciert wird, um die Gewichtsbalance der Unruh herzustellen.

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Schraubkrone

Mit dem Gehäuse verschraubbare Aufzugskrone, die für eine komplette Wasserdichtheit sorgt.

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Schwanenhals-Feinregulierung

Eine Regulierungseinrichtung zur Einstellung des genauen Ganges einer Uhr, bei der das Rückstellmoment für den Rückerzeiger zur genauen Justierung durch eine Feder erzeugt wird, die die Form eines Schwanenhalses hat.

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Schwerpunktfehler

Rein theoretisch läßt sich die perfekte Balance von Unruh und Unruhspirale immer herstellen. Auch praktisch ist das durchaus möglich. Zu diesem Zweck wird das Paar mit Hilfe von Regulierschrauben, Einfräsungen oder Bohrungen im Unruhreif ausgewuchtet. Die Freude am zeitaufwendigen "Balanceakt" ist freilich immer nur von begrenzter Dauer. Irgendwann wandert der Schwerpunkt beinahe zwangsläufig wieder aus dem Zentrum der Unruh. Die Folge sind Schwerpunktfehler, welche den Gang einer mechanischen Uhr in senkrechter Position beeinträchtigen.

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Selbstaufzug

Von Abraham Louis Breguet (1747 bis 1823) im Jahre 1780 verbesserter automatischer Aufzug von Taschenuhren nach dem Prinzip des Schrittzählers. Ein an einem Hebel befestigtes und beim Tragen der Uhr auf- und abschwingendes Gewicht zieht über ein Gesperr die Feder auf. In modernen Armbanduhren vielfach verbessert.

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shock-resistant

engl.: erschütterungsbeständig; eine Uhr, die shock-resistant ist, ist mit einem Stoßsicherheitssicherungssystem ausgestattet, bei dem entscheidende Teile des Uhrwerks gefedert sind

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Skelettuhr

das was übrigbleibt, wenn man ein Uhrwerke einem spezialisierten Graveur, dem Skeletteur, anvertraut. Der speckt alles Unnötige ab, bis das Werk wie ein filigranes Drahtgeflecht aussieht, versieht es mit zusätzlichen Gravuren und vergoldet das Ganze. Vergleichbar mit der Ästhetik gotischer Kirchenfenster.

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Solarantrieb

Solarbetriebene Uhren nehmen die Energie des Lichts auf und speichern sie in einem Akku. Mit der Energie aus diesem Akku wird die Uhr angetrieben. Batteriewechsel sind also nicht notwendig.

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Sonnenschliff

Ein Zierschliff für kreisrunde Flächen. Ändert sich beim Schwenken der Uhr der Einfallwinkel des Lichtes, wandert das von der geschliffenen Fläche reflektierte Licht im Kreis.

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Sonnenuhr

eine der ältesten Elementaruhren, die die Ortszeit auf einer Skala z.B. mit Hilfe des Schattens eines Stabes anzeigt; dieser Schatten verändert sich entsprechend der wechselnden Stellung von Sonne und Erde zueinander = er wird länger beziehungsweise kürzer

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Spatenzeiger

klassische Zeigerform mit breiter, birnenförmiger oder schlanker, spitz zulaufender Form

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stainless steel

engl. stainless = rostfrei; Bezeichnung für nichtrostende Stahllegierung

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Stoppuhr

Zeitmessgerät zum Messen von Zeitintervallen zwischen Start und Stopp.

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Stoßsicherheit

Kleinuhren sind im Sinne dieser Norm stoßsicher, wenn sie eine Belastung ertragen, die einen freien senkrechten Fall der Uhr aus ein Meter Höhe in beliebiger Lage auf einen Hartholzboden entspricht. Funktionsstörende Beschädigungen des Gehäuses und von Werkteilen (Zeiger, Glas, Kalendereinrichtungen) dürfen nicht entstehen - DIN 8308.

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Swiss made

Als 'Schweizer Uhren' gelten Uhren, deren Werk in der Schweiz montiert, in Gang gesetzt, reguliert und vom Hersteller kontrolliert worden ist. Ferner, wenn mindestens 50 Prozent aller Bestandteile aus schweizerischer Fabrikation stammen und den in der Schweiz geltenden technischen Kontrollen unterliegen.

 

T

 

Tachymeter

Allgemeine Bezeichnung für einen Geschwindigkeitsmesser. Bei Uhren ist es ein Chronograph oder Sportzähler mit einer Skala, die es erlaubt, über den Chronozeiger die Geschwindigkeit beim Durchfahren einer festen Basisstrecke (100, 200 oder 1000 m) direkt abzulesen.

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Telemeterskala

Skala mit der bestimmte Entfernungen auf der Basis der bekannten Schallgeschwindigkeit zwischen dem Beobachter und dem Ort eines Vorgangs direkt gemessen können. Der Chronograph wird bei der optischen Wahrnehmung des Vorgangs (z. B. Blitz) in Gang gesetzt und bei der akustischen Wahrnehmung des Schalls gestoppt. Die Zeit zwischen den beiden Wahrnehmungen kann als Entfernung auf dem Zifferblatt abgelesen werden.

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Tertienzähler

Ein Präzisions-Kurzzeitmesser mit erstklassigem Werk zum genauen Messen kurzer Zeitintervalle mit plus minus 1/100 Sekunde Genauigkeit. Die Uhren fanden überwiegend in der Industrie, der Wissenschaft und dem Sport Verwendung und mußten von zuverlässigen Fachleuten betätigt und pfleglich behandelt werden. Tertienzähler wurden wegen der Meßgenauigkeit zweckmäßig elektrisch betätigt.

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Titan

sehr leichte, harte, nicht magnetische Metalllegierung; erhält seine graue Farbe durch eine Oxydationsschicht; ursprünglich verwendet im Flugzeug- und Raketenbau; auch in der Schmuckindustrie und für Armbanduhrgehäuse

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Toleranz

zulässige Abweichung u.a. bei einer Maßangabe - in der Uhrmacherei in Mikron festgelegt- oder bei der Ganggenauigkeitsprüfung

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Tourbillon

Das Tourbillon(franz. für Wirbelwind) ist eine besondere Vorrichtung(meist) in Armband- und Taschenuhren, um einen Fehler der Ganggenauigkeit aus dem Schwerkrafteinfluß auszugleichen

 

U

 

Uhrenglas

Deckglas; runde oder eckige, gewölbte Scheibe aus natürlichem oder synthetischem Glas zum Schutz des Zifferblatts

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Uhrwerk

Gesamtheit aller Elemente, mit denen eine Uhr betrieben wird; Funktionsweise: die Antriebsenergie von Feder oder Gewicht wird über ein Räderwerk auf die Hemmung und ein Schwingungssystem übertragen, das die über das Räderwerk zurückübertragene, gleichförmige Bewegung auf das Zeigerwerk überträgt

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Unruh-Max

Zum Ausdrucken oder -schlagen von Unruhwellen bei Armband und Taschenuhren.

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Unruhwaage

Uhrmacherwerkzeug zur Kontrolle des statischen Gleichgewichts der Unruh.

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Unruhwelle

die Welle, auf der die Unruh befestigt ist.

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Unwucht

Ungleichgewicht innerhalb eines Uhrwerks

 

V

 

Verschraubte Krone

Verschraubte Krone wird bei robusten Uhren mit hoher Wasserdichtigkeit eingesetzt, um hohe Dichtigkeit und Stoßsicherheit zu erhalten.

 

W

 

Wassergeschützt

Die Bezeichnung wassergeschützt wurde früher für Uhren verwendet, die durch einen Dichtungsring, eine Kronendichtung und manchmal ein spezielles Glas gegen Feuchtigkeit geschützt waren. Die Bezeichnung darf heute nicht mehr verwendet werden, unter anderem, weil sich ´Wassergeschütztheit´ nicht durch objektive Messdaten belegen lässt.

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Weicheisen

fast reines Eisen mit weniger als 0,05% Kohlenstoffanteil; wird wegen seiner hohen magnetischen Durchlässigkeit für Schutzgehäuse und -kappen von Uhrwerken verwendet, um diese vor Magnetismus zu schützen

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Weltzeit

weltumfassende Einheitszeit = mittlere Sonnenzeit von Greenwich, gemessen von Mitternacht bis Mitternacht; siehe auch GMT

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Weltzeituhr

Armbanduhr mit Hilfszifferblättern, auf denen mehrere Zeitzonen angezeigt werden; die jeweilige Zeitzone wird oftmals symbolisiert durch die innerhalb dieser Zone größte Stadt.

 

Z

 

Zeiger

auf einem Zifferblatt rotierendes Anzeigeelement für die analoge Zeitanzeige

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Zeitnormal

gleichbleibende Zeitdauer astronomischer Abläufe, nach der der Kalender erstellt und die Einteilung der Zeiteinheiten vorgenommen wurde.

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Zeitzone

Eine der 24 (je 15 Längengrade umfassenden) Zonen gleicher Zeit, in die die Erde eingeteilt ist. Beginnend beim Nullmeridian (der Stadt Greenwich). Die Zeit verschiebt sich beim Übergang von einer zu einer anderen Zeitzone jeweils um eine Stunde.

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Zentralsekunde

Sekundenanzeige auf dem Zifferblatt mit mittig plaziertem Zeiger, der meistens länger ist als der Stunden- und Minutenzeiger.

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Zifferblatt

Klassisch runde Scheibe, die die Anzeige der Stunden, Minuten und Sekunden trägt und somit Träger der Ableseskala einer Uhr.

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Zonenzeituhr

Uhren mit zwei oder mehr Zifferblättern, bei denen gleichzeitig die Zeit verschiedener Regionen angezeigt wird.

 

QUELLE: http://www.trustedwatch.de/